Computerbild, neben der c't, eine der wenigen Computerzeitungen, die Inhalte nicht mit Inseraten verwechseln, führte einen interessanten Test durch. Es wurden acht Billigfluglinien getestet, Sieger war die Air Berlin.
Computerbild testete neben der Größe des Angebotes, den Informationswert, die Gestaltung, die Preise und Verfügbarkeit, Recht und Datenschutz, sowie den Service und die Schnelligkeit der Hauptseite.
Der Gesamtgewinner war die Air Berlin mit der Zensur 1,78, gefolgt von der Deutsche BA mit 2,18, den Dritten sicherte sich HLX.com mit 2,22 und auf die Ränge kamen Germanwings (2,68), Gexx.de (3,03), EasyJet (3,04), RyanAir (3,29) und SKYeurope (4,57).
Die meisten Ziele hat die Germanwings mit 21, gefolgt von Air Berlin und Gexx mit 18, RyanAir 16, HLX.com 11, DeutscheBA 9 und EaysJet und SKYeurope mit je einem Ziel. Die meisten Abflughäfen hat Air Berlin.
Besonders interessant scheint uns die Überprüfung der Flugpreise zu sein. Hier überprüfte Computerbild die jeweils günstigste Offerte einer Billigfluglinie und verglich sie mit dem für diese Flugstrecke von der Deutschen Lufthansa zum Testzeitpunkt online angebotenen Preis. Die Ergebnisse sind erstaunlich:
HLX.com ist 44,41 % günstiger, Air Berlin 11,22 %, Ryan Air 9,15 %, Deutsche BA 6,91 %, Easy Jet noch 6,4 %, jedoch sind Gexx.de mit 3,35 %, GermanWings mit 17,5 % und SKYeurope 27,18 % teurer als die Lufthansa.
Wer also einen festen Zeitraum hat, in dem er fliegen muss, sollte unbedingt auf die Seiten der "normalen" Airlines wie Lufthansa oder Air France gehen und auch die Reisebüroseiten wie
traveltopia.de oder expedia.de besuchen.
Obige erstaunliche Ergebnisse sind teilweise zu erklären. Die TUI Tochter Hapag-Lloyd Express (hlx.com) scheint nicht besonders erfolgreich zu sein, denn es waren 96 % der angefragten Zeiten verfügbar. Wenig Nachfrage beschert günstige Preise! Wie lange TUI die offenbar riesigen Verluste hinnehmen kann, fragt sich.
Warum aber die Germanwings bei 58 % Verfügbarkeit auch noch 17,5 % teurer ist, ist uns ein Rätsel.
Air Berlin scheint einfach im Grundprinzip günstig zu sein. Trotz der geringen Verfügbarkeit von gerade mal 18 %, kann Air Berlin am mit am günstigsten mit 11,22 %. Anbieten. Das ganze ist umso erstaunlicher, da Air Berlin eine Fullservice Airline ist. D.h., es gibt eine Mahlzeit, Zeitungen, Platzreservierungen und Getränke gratis. Auch gibt es bei der Air Berlin keine versteckten Kosten für die Ryan Air ein Spezialist ist. Ryan Air (9,15 % billiger bei 50 % Verfügbarkeit) verlangt extra Flughafengebühren (bis zu 26 Euro für eine Strecke, also hin und zurück doppelt zählen!) und die größte Frechheit ist eine Kreditkartengebühr von sechs Euro. Man kann gar nicht anders als mit Kreditkarte bezahlen, d.h. die 6 Euro sind auf jeden Fall fällig. Und wer einen Kaffee wünscht, zahlt 2,50 Euro bei Ryan, bei der Air Berlin sind alle Getränke inklusive.
Unser Fazit:
Air Berlin kann man, wenn verfügbar, blind buchen, bei allen anderen Anbietern empfehlt sich eine Preiskontrolle mit alternativen Angeboten.
Wenn man flexibel ist, lohnt sich fast immer die Buchung über HLX.com, da die eine hohe Verfügbarkeit haben und sehr preiswert sind. Eigene Stulle und Getränke mitnehmen, der Bordverkauf ist teuer!
Die Angebote von Germaneings, gexx.de, EasyJet, Ryan und SkyEurope sind nur sehr begrenzt empfehlenswert, hier muss auf jeden Fall gegenkontrolliert werden, ob es nicht etwas besseres gibt. Wer jedoch extrem flexibel ist, findet auch hier sein Schnäppchen. Aber auch hier: Proviant von zuhause mitbringen!
Für Ältere oder Behinderte oder mit Kleinkindern ist ein Flug mit Billig-Airlines nur begrenzt zu empfehlen, da es keine Bordkarten gibt, wird am Ausgang gedrängelt.
Bordkarten (Platzreservierungen) gibt es nur bei der Deutschen BA und bei Air Berlin.
zurück zu den
Gourmet-News