Was beim Parken alles passieren kannDatum: 19. 08. 2006Gourmet Report Archiv
Zu welch unangenehmen Folgen Software-Lizenzverträge führen können, mussten die Benutzer eines Parkhauses in New Jersey feststellen .
Es handelte sich dabei um ein neuartiges Parkhaus, das sich im Besitz der Stadt Hoboken befindet. Dieses Parkhaus wird nicht wie ein herkömmliches Parkhaus befahren. Vielmehr sorgt ein System von horizontal und vertikal beweglichen Fahrstühlen wie in einem modernen Hochregallager für eine besonders effiziente Ausnutzung des Raums. Gerade 30 Sekunden dauert es, einen geparkten Wagen aus dem Lager abzurufen. Zumindest, solange die dafür notwendige Software funktioniert.
Doch diese Software gab nach Vertragsende den Geist auf, denn es handelte sich um eine befristete Lizenz. Und nur wenige Tage vor Ablauf des Vertrages hatte die Stadtverwaltung alle Mitarbeiter des Software-Herstellers gefeuert, weil eben um die Bedingungen des Vertrages ein neuer Streit entbrannt war. Sollte die Stadt vertragsbrüchig werden, oder sollte der Vertrag nicht mehr verlängert werden, würde das System sich selbsttätig abschalten. Und das passierte auch, als die Stadt den Mitarbeitern die Tür gewiesen hatte. Danach folgte ein Tage dauernder rechtlicher Hickhack, bei dem es unter anderem darum ging, dass die Stadt einem Konkurrenzunternehmen "illegal" Zugang zu dem System gewährte. Und geklärt scheint die Situation damit auch noch lange nicht. Klar ist nur, dass viele Parkgäste in Zukunft einen Bogen um dieses High Tech-Parkhaus machen werden. Denn während der "heißen Phase" waren die geparkten Autos gewissermaßen Geiseln der Situation, sie konnten über Tage hinweg nicht "befreit" werden.
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