Goldener Bier-Genuss im TrendDatum: 08. 08. 2006Gourmet Report Archiv
Über 5.000
Biere in mehr als 30 Sorten erfreuen den Bier-Kenner hierzulande. Doch damit
ist die geradezu überschäumende Vielfalt der deutschen Bier-Landschaft noch
lange nicht erschöpft. Beim beliebten Gerstensaft lassen sich auch
interessante Neuheiten beobachten.
"Da sind einmal die Gold-Biere, das sind Biere, die etwas weniger herb, malzbetonter und süffiger sind", erklärt Birte Kleppien, Pressesprecherin vom Deutschen Brauer-Bund. Hinzu kommen die Biermischgetränke, Klassiker wie Radler oder Cola-Bier, aber auch Neuheiten mit Lemon, Orange oder Litschi. In der Bier-Hitparade ist nach wie vor das Pils mit großem Abstand am beliebtesten, gefolgt von Export- und Lagerbier. Auf Platz drei kommen die Weizenbiere, die ihren Siegeszug aus Bayern auch weiterhin fortsetzen. Über 115 Liter Bier konsumierten die Deutschen im vergangenen Jahr pro Kopf. Deutschlands Biere werden nach wie vor nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Für die Herstellung von Bier heißt das: vermälztes Braugetreide, Hopfen, Wasser und Hefe - und sonst nichts. Bei untergärigen Bieren kommen untergärige Hefen und Gerstenmalze zum Einsatz. Für obergärige Biere werden obergärige Hefen und zusätzlich zum Gerstenmalz Malze von Weizen, Roggen oder Dinkel verwendet. Die erstaunliche Biervielfalt hierzulande hat regionalen Ursprung. Typische Beispiele dafür sind Kölsch, fränkisches Kellerbier oder Weizenbier.
Und
hier die gefragtesten Sorten des Kultgetränks im Überblick: Nur so schmeckt es prickelnd frisch, andernfalls wird es zu warm und es entweicht zu viel Kohlensäure. Helles Lagerbier beziehungsweise Export hell zeichnen sich durch malzigen, kräftigen Geschmack aus und sind vor allem im Süden Deutschlands beliebt. Lagerbier mit 4,4 bis 5,5 Volumenprozent Alkohol ist etwas schwächer eingebraut als Export, dessen Alkoholgehalt zwischen 4,8 und 5,6 Volumenprozent liegt. Dunkles Lager- oder Exportbier hat ein malziges Aroma und einen runden, leicht süßlichen Geschmack. Kristallklar oder leicht hefetrüb, spritzig oder mit fruchtig-würzigem Geschmack, hell oder dunkel - so variantenreich können nur Weizenbiere sein. Die bayrischsten aller Biere zählen zu den obergärigen Bieren und kommen als Vollbiere auf einen Alkoholgehalt von etwa 5,4 Volumenprozent. Bier mag es kühl und dunkel, daher am besten bei fünf bis acht Grad lagern - und immer nur so viel einkaufen, wie man in einer Woche verbraucht. Die optimale Trinktemperatur beträgt acht bis zehn Grad Celsius. Deshalb vor dem Genuss aus der Kühlung nehmen: zu kaltes Bier schäumt zu wenig, zu warmes zu viel. Zum Einschenken das Glas mit kaltem Wasser ausspülen und immer senkrecht halten, Weißbiergläser dagegen schräg, dann schäumt nichts über - außer die Freude am Genuss.
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