Washington: Wasser und WeinDatum: 05. 05. 2006Gourmet Report Archiv
Der Nordwesten der USA lockt schon seit Jahrhunderten Abenteurer an, seit
einigen Jahrzehnten auch die rasch wachsende Zahl der Abenteuerurlauber. Nun
wendet sich der Bundesstaat Washington an anspruchsvolle Besucher, die an
der nördlichen Pazifikküste gerne die ungebändigte Wildnis kennenlernen
möchten, ohne sich ganz und gar von der Zivilisation zu verabschieden: Das
Zauberwort lautet "soft adventure" und steht für eine Kombination aus "white
wine and white water", also "Weißwein und Wildwasser".
Schon zu Zeiten als im heutigen Nordwesten der USA noch ausschließlich Indianer siedelten, blühten und gediehen hier Natur und Kultur einträchtig Seite an Seite: Neben dichten Wäldern und nahezu unberührten Berglandschaften findet man Agrarland und unter anderem auch Weinbaugebiete, die sich unter Kennern edler Tropfen in aller Welt längst einen Namen erworben haben. Besucher, die sich gerne abseits ausgetretener Pfade und fernab vom Massentourismus bewegen, wissen diese Mischung aus Wildnis und Zivilisation besonders zu schätzen. Auf einer Fläche, die etwa halb so groß ist wie Deutschland und selbstverständlich bestens erschlossen, kann man einen Urlaub verbringen, der die scheinbaren Gegensätze perfekt in Einklang bringt - so wie es schon die Indianer kannten. So bietet beispielsweise Pangaea River Rafting - www.Pangaea-Expeditions.net zwischen Mitte Mai und der dritten Juniwoche (abhängig vom Wasserstand) Schlauchbootfahrten auf landschaftlich besonders reizvollen Abschnitten des Spokane River an, in denen die Strömung des Flusses moderat ist. Dazu gibt es für die Teilnehmer typische Spezialitäten aus Washington: Wein, hausgebackenes Brot und Räucherlachs. Die Fahrten kosten pro Person $80 (derzeit rund Euro65). Eine ganz ähnliche Tour auf dem Oberlauf des Snake River bieten Beamers Hells Canyon Tours - www.HellsCanyonTours.com einmal im Monat von April bis Oktober, jeweils samstags am frühen Abend. Zwischen den steilen Felswänden des Hells Canyon (der "Höllenschlucht") erleben die Gäste den Schlangenfluss im Osten des Staates mit seinen zahlreichen Stromschnellen auf rund 55 km Länge hautnah. Die Flussfahrt endet an Beamers Heller Bar Lodge, wo die Teilnehmer mit einem Glas Wein begrüßt und anschließend im Restaurant, das direkt am Fluss liegt, mit einem köstlichen Vier-Gänge-Menü verwöhnt werden. Die Fahrten kosten pro Person rund $64 (ca. Euro52). Freilich kann man Wein auch ganz anders genießen. Wer sich in einem schaukelnden Schlauchboot nicht ganz wohlfühlt, kann sich auch 275 m oberhalb des rauschenden Columbia River im Cave B Inn - www.CaveBInn.com bei Sagecliffe einquartieren, einem Weingut in Quincy, auf halber Strecke zwischen Seattle und Spokane. Dort kann sich der stressgeplagte Gast mit dem Pauschalangebot "The Art of Indulgence" nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen: sich in der Limousine vom Flughafen abholen und rund um die Uhr von einem Butler bedienen lassen, nach Herzenslust schmausen (unbegrenzt!), nach Lust und Laune frühstücken oder sich massieren lassen, edelste Weine genießen und vieles mehr. Feinster Luxus hat seinen Preis: Das Paket für zwei Personen und drei Nächte schlägt mit $2.500 (rund Euro2.000) pro Person und Nacht zu Buche. Darin eingeschlossen sind - ganz nach Wunsch der Gäste - private Hubschrauberflüge durch die Schlucht, Angelausflüge, Ausritte durch den versteinerten Wald von Gingko, Kochen mit einem renommierten Küchenchef oder auch Mithilfe beim Abfüllen von Wein. Natürlich erhält man auch eine private Führung durch das Weingut, kann im Weinkeller speisen und sich sogar zur Entspannung einer "VinoTherapy" unterziehen. Da kann man nur sagen: Zum Wohl!
Weitere Informationen über "Evergreen State" Washington
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