"video" warnt vor SchnäppchenDatum: 11. 01. 2006Gourmet Report Archiv
Viele Unterhaltungselektronikmärkte verwirren
Kunden mit undurchschaubaren Preisangaben / Technische Daten verraten oft wenig über die Qualität des Geräts / "video"-Tipp: Preise zwischen Geräten verschiedener Marken vergleichen und Angebote anderer Händler prüfen
Immer mehr Großmärkte für Unterhaltungselektronik locken ihre Kundschaft mit angeblichen Tiefpreisen in den Laden. Doch nicht jedes Prospekt-Angebot ist auch ein Schnäppchen. Das Fachmagazin "video" deckt in seiner aktuellen Ausgabe (2/2006) die häufigsten Fallen auf, die in Werbe-Anzeigen lauern. Für Händler gibt es viele Möglichkeiten, mit sensationellen Preissenkungen zu werben, obwohl das Produkt bei der Konkurrenz nicht teurer sein muss. Das Problem: Ob sich hinter dem gern als Referenz angegebenen höheren Preis ein aktueller oder ehemaliger Listenpreis des Herstellers oder ein früherer eigener Preis des Händlers verbirgt, erfährt der Kunde - wenn überhaupt - nur als kleingedruckte Fußnote. "video"-Tipp: Käufer sollten vor Ort die Preise zwischen Geräten verschiedener Marken vergleichen und auch überprüfen, was andere Händler für das gleiche Gerät verlangen. Nur so ist es möglich, die echten Schnäppchen zu erkennen. Darüber hinaus empfiehlt "video", beim Kauf nach einem Barzahlungsrabatt zu fragen. Für Verwirrung in Werbeanzeigen für TVs sorgt vor allem das so genannte HD-ready-Logo. Dieses sagt lediglich aus, dass das Fernsehgerät in der Lage ist, hoch auflösende Bilder (HDTV) zu verarbeiten. Wie gut das Gerät diese Aufgabe erfüllt, verrät das Gütesiegel laut "video" aber nicht. Zudem verschweigen viele Prospekt-Schreiber, dass für die Darstellung von HDTV-Bildern ein zusätzliches Empfangsgerät, ein HDTV-fähiger Receiver, benötigt wird. Ein weiteres Lockmittel ist die unter dem jeweiligen Gerät abgedruckte Liste an technischen Daten, die oft nur wenig Aussagekraft besitzt. So verraten etwa Kontrast- und Helligkeitswerte bei TV-Geräten, nicht weiter kommentierte Camcorder-Pixelzahlen, astronomisch hohe Wattzahlen bei Verstärkern und Lautsprechern sowie Format-Aufzählungen bei DVD-Playern und -Recordern fast nichts über die Qualität, so "video".
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