Ungarn führt Standardglas für Honig einDatum: 04. 06. 2009Gourmet Report Archiv
Ungarn führt Standardglas für Honig ein
Ungarischer Imkerverband betreibt Qualitätssicherung – Deutscher Imkerbund stand beratend zur Seite Der ungarische Imkerverband (HBF) hat Anfang dieses Jahres ein Einheitsglas mit Qualitätssiegel für den Honig seiner Mitglieder eingeführt. Ziel ist es, den guten Ruf des ungarischen Honigs langfristig zu sichern. Der Deutsche Imkerbund e.V. (DIB) stand im Vorfeld der Einführung dem HBF beratend zur Seite. Der Behälterglashersteller O-I ist mit der Produktion der Gläser beauftragt und war auch bei der Designentwicklung maßgeblich beteiligt. Ungarn ist der zweitgrößte Honigproduzent in Europa und hält circa fünf Prozent am weltweiten Honigexport. Rund 25.000 Tonnen produzieren die ungarischen Imker jährlich. Vor allem der Akazienhonig ist im Ausland sehr beliebt. Seit rund zwei Jahrzehnten kratzen allerdings Honigfälscher am guten Ruf des ungarischen Bienensaftes. Daher hat sich der HBF für die Einführung eines versiegelten Standardglases entschieden. Das neue 730ml Einheitsglas garantiert für die Herkunft und die hohe Qualität des Honigs, da es ab Werk nur unter strenger Aufsicht an die Mitglieder des HBF ausgeliefert wird. Auf dem Glas, das rund ein Kilogramm fasst, ist der Umriss Ungarns in Form sechseckiger Bienenwaben eingraviert. Im Zentrum befindet sich das Logo des HBF. Ein Siegel mit Identifikationsnummer und Hologramm schützt den Inhalt vor nachträglichen Manipulationen.
O-I beriet beim Design
Vorbild Deutscher Imkerbund Die deutschen Imker haben schon häufiger die Beratung anderer Imkerverbände bei der Qualitätssicherung übernommen. So auch in Zypern. „Dort ging es hauptsächlich um die Lösung qualitativer Problemen. In Zypern wurde damals das gesamte Bienenwachs ausgetauscht, da dieses bei Messungen schlechte Ergebnisse brachte“, erklärt Hederer. Ob in Zypern, Ungarn oder Deutschland, eines ist für Hederer klar: Honig sollte immer im Glas abgefüllt werden und zwar sowohl aus ökologischen Gründen als auch unter Marketinggesichtspunkten: „Glas war schon immer etwas Reines, das aus der Natur kommt. Es unterstreicht also den Gesundheitsaspekt des Honigs. Weil es die Qualität des Inhalts zeigt, schafft es außerdem Vertrauen. Interessant ist auch seine Wiederverwendbarkeit. Gebrauchte Gläser brauchen nur ausgewaschen zu werden und sind direkt wieder einsatzbereit.“
Über O-I
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