Positive Nebenwirkungen von Arzneimitteln kaum bekanntDatum: 26. 06. 2006Gourmet Report Archiv
Viele Medikamente können mehr, als auf dem
Beipackzettel steht. Doch das erfahren Patienten selten. Denn oft
stellt sich der positive Nebeneffekt erst zufällig heraus, lange
nachdem die Arznei zugelassen und ihr Beipackzettel gedruckt worden
ist. Für Verbraucher jedoch kann es hilfreich oder kostensparend
sein, solche Alternativen zu nutzen. Die Frauenzeitschrift FÜR SIE
gibt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 27. Juni 2006 einige Beispiele:
So ist etwa die prophylaktische Wirkung des Epilepsie-Mittels Valproinsäure bei Migräne-Patienten mittlerweile wissenschaftlich belegt. "In Studien hat eine Mehrzahl der Patienten eine Linderung ihrer Migräne um mehr als 50 Prozent bestätigt", sagt Dr. Stefan Evers, Präsident der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft, in FÜR SIE. Valproinsäure könne also eingesetzt werden, wenn Betablocker nicht in Frage kommen. Ein weiteres Mittel mit tollem "Extra": Der Hauptwirkstoff des Eukalyptus-Öls, Cineol, ist längst für seine schleimlösenden Eigenschaften bei Erkältung bekannt. Doch seine entzündungshemmende Wirkung könne nach Studien auch bei schweren chronischen Entzündungen der Atemwege, zum Beispiel Asthma, oder des Darms helfen und damit Kortison-Gaben deutlich verringern helfen.
Und der bei uns nur für bakterielle Infektionen zugelassene
Wirkstoff Doxycyclin wird in anderen Ländern auch erfolgreich zur
Vorbeugung gegen Malaria eingesetzt. Gut zu wissen: Es kostet viel
weniger (20 Tabletten ab ca. elf Euro) als die üblichen Malariamittel
(Z. B. Atovaquon/Proquantil: zwölf Tabletten ab ca. 58 Euro).
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