Österreichische Gastronomie von Krisenstimmung weit entferntDatum: 05. 03. 2009Gourmet Report Archiv
Österreichische Gastronomie von Krisenstimmung weit entfernt
Jeder zweite Gastronom sieht wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Betriebes durchaus positiv - FV-Obmann Hinterleitner eröffnet 15. "Gastrobizz"-Kongress in Mailand Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sehen die österreichischen Gastronomen der Zukunft mit Optimismus entgegen. "Es gibt keine allgemeine Krisenstimmung in der Branche", betonte der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, Komm.Rat Helmut Hinterleitner, zur Eröffnung des 15. "Gastrobizz"-Kongresses in Mailand. An dem vom österreichischen Tourismus-Profi Herbert Starl hervorragend organisierten Branchenevent nehmen über 300 Gastronominnen und Gastronomen teil. Mit einem Jahresumsatz von rund 14 Milliarden Euro bei fast 50.000 Betrieben und mehr als 95.000 Beschäftigten (ohne Beherbergungsbereich) ist die österreichische Gastronomie ein stabiler und wichtiger Wirtschaftsfaktor sowie Impulsgeber auch für andere Branchen. Das diesjährige "Gastrobizz"-Motto "quo vadis Gastronomie?", also die Frage nach der Zukunft der Branche, habe gerade in Zeiten wie diesen besondere Aktualität, führte Hinterleitner weiter aus. Die "Finanz- und Wirtschaftskrise", über die täglich in den Medien zu hören oder zu lesen ist, werde in der Branche nicht ohne Auswirkungen bleiben. Einbußen im Luxussegment, im Veranstaltungs- und Businessbereich sind Anzeichen dafür. "All das zeigt: die Krise, die zum Ende des vergangenen Jahres noch hauptsächlich in den Medien stattgefunden hat, kommt mit zeitlicher Verzögerung, aber unvermeidlich auch im Gastgewerbe an. Spürbar wird das bereits im Firmen- und Kongressbereich", erklärte der Sprecher der österreichischen Gastronomie. Gefährlich wäre es jetzt, den Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass alles von selbst rasch vorbeizieht.
Deshalb ist es wichtig, sich mit neuen Trends auseinanderzusetzen. Insgesamt gesehen ist die Stimmung in der österreichischen Gastronomie aber doch um einiges besser als in anderen Branchen. Nach einer Umfrage des Fachverbandes schätzen mehr als drei Viertel der Gastronomen (75,9 Prozent) die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zwar als negativ beziehungsweise sehr negativ ein. Bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung des konkreten Betriebes ergibt sich dagegen ein wesentlich positiveres Bild. Hier sind Optimisten und Pessimisten in etwa gleich verteilt. Immerhin fast die Hälfte der Befragten (49,5 Prozent) sieht die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Betriebes in den kommenden Monaten durchaus positiv.
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