Goldene Pfannen für BayernDatum: 28. 12. 2006Gourmet Report Archiv
Von Bayrisch-Schwaben bis Niederbayern und von Oberbayern bis nach Oberfranken: Die neue Bayern-Ausgabe des kulinarischen Führers “gusto“ (ISBN 978-3-938662-06-9), die am 28.12.2006 erscheint, führt Feinschmecker zu den besten Restaurants und Landgasthöfen - jetzt erstmals im gesamten Freistaat.
Stephan Brandl vom Restaurant Gut Apfelkam bei Rosenheim wird von gusto zum „Koch des Jahres“ gekürt. Fabian Feldmann vom Restaurant Gastronomique im Heroldsberg bei Nürnberg ist „Aufsteiger des Jahres“. Pünktlich zum Jahresende ist es wieder soweit: Der Restaurantführer gusto erscheint mit einer neuen Ausgabe, die bereits von Köchen, Gastronomen und Feinschmeckern sehnsüchtig erwartet wird. Obwohl gusto erst seit einigen Jahren regelmäßig in Süddeutschland erscheint (in Franken sogar erstmals), hat sich der Guide durch Sachkompetenz und klare Worte bereits einen guten Namen gemacht und gilt in Fachkreisen als anerkannt. Urteile und Bewertungen der gusto-Tester (keine ehemaligen Köche, aber allesamt sehr erfahrene Feinschmecker die selbst leidenschaftlich und ambitioniert am Herd zugange sind) werden von vielen Menschen, denen es beim Essengehen auf Qualität und Originalität ankommt, als zuverlässige Orientierungshilfe genutzt. Die aufgeführten Restaurants und Landgasthöfe wurden während der vergangenen zwölf Monate unabhängig inspiziert. Die Restaurants werden anonym und ohne vorherige Absprache aufgesucht, die Rechnungen bezahlt. Erst mit Zusendung des aktuellen Erhebungsbogens erfahren die Gastronomen von der Aufnahme/Wiederaufnahme in den Führer. Eine Empfehlung in gusto kann von Seiten der Gastronomie weder erkauft, noch verhindert werden. Hauptaugenmerk wird auf die Qualität der Produkte, die handwerkliche Umsetzung, die Kreativität und Originalität der Küche, sowie auf das gebotene Preis-/Genuss-Verhältnis gelegt. Alle Restaurants, die nach Meinung der Testredaktion eine in ihrer Kategorie bemerkenswerte Küchenleistung bieten, werden bei gusto symbolisch mit einer goldenen Pfanne ausgezeichnet. Die Punkte von 5-10 geben den Grand der Kochkunst wieder. Alle anderen aufgeführten Lokale bieten immerhin eine ordentliche Küche, die über dem jeweils regionalen Durchschnitt liegt, bzw. ein besonders reizvolles Ambiente. "Wir wollen ernstzunehmende Tipps für anspruchsvolle Genießer geben und nicht aus jeder Region möglichst viele Restaurants aufführen", umschreibt Redaktionsleiter Markus J. Oberhäußer die Intention von gusto. "Wir sehen uns außerdem nicht als Sprachrohr der Gastronomie, sondern als Orientierungshilfe für all die Menschen, denen es bei Speis’ und Trank auf Qualität, Frische und Originalität ankommt", so Oberhäußer weiter. "Lieber geben wir wenige, dafür sorgfältig ausgewählte Empfehlungen oder stufen, wenn wir es für angebracht halten, die Vorjahresbewertung eines Restaurants herab. So erhält der Leser einen realitätsnahen Eindruck und die Gewissheit, dass er sich in aller Regel auf das kritische Urteil unseres Guides verlassen kann". Aber gusto weist nicht nur den Weg zu gehobenen Adressen. Es sind auch einfache Gasthäuser aufgeführt, die eine saubere, ehrliche Küche aus guten regionalen Produkten bieten. Kleine Besteck-Symbole machen die Kategorien deutlich: vom einfachen Gasthof mit schlichter Ausstattung bis zum Gourmet-Tempel mit viel Luxus ist alles dabei. Darüber hinaus informieren Durchschnittspreise, Öffnungszeiten und Adressen mit Telefonnummern den Leser über die wichtigsten Daten. Außerdem finden Feinschmecker in der Ausgabe auch die besten Wein- und Spezialitätengeschäfte in Bayern und es sind die empfehlenswertesten Winzer und andere Spezialitäten-Erzeuger aufgeführt. Insgesamt empfiehlt gusto rund 500 Adressen. Der 274-seitige Appetitanreger im Taschenbuch-Format ist ab sofort für 7,90 Euro im gut sortierten Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich, oder ist unter www.gusto-online.de zu bestellen. ISBN 978-3-938662-06-9 Detaillierte Informationen zur neuen Ausgabe: Zum "Koch des Jahres in Bayern" wurde Stephan Brandl, Inhaber und Küchenchef vom Restaurant Gut Apfelkam im Oberbayerischen Unterapfelkam bei Rohrdorf gekürt. Die Kritiker loben: „Stephan Brandl zelebriert in seinem oberbayerischen Edel-Landgasthof große französische Küche aus wirklich allerbesten, frischesten Produkten - und das gänzlich ohne ein Hotel oder sonstige Sponsoren im Hintergrund. Seine handwerklich und geschmacklich herausragenden Kreationen, die der leidenschaftliche Cuisinier den Gästen außerdem zu vergleichsweise günstigen Preisen kredenzt, überzeugen stets durch intensives, kontrast- und finessenreiches Aromenspiel ohne billige Showeffekte. All das bietet unser Koch des Jahres in einer zuverlässigen Kontinuität, wie man sie andernorts nur ganz selten erlebt. Der Titel "Aufsteiger des Jahres in Bayern" ging nach Mittelfranken, genauer gesagt nach Heroldsberg bei Nürnberg an Fabian Feldmann, der dort gemeinsam mit seiner Frau Sarah das Restaurant Gastronomique betreibt. Der Restaurantführer lobt: „Fabian Feldmann bietet niveauvolle Gaumenfreuden und wandelt sehr souverän fernab jeglicher Gourmet-Normen. Seine Küche ist effektvoll, aber nicht effekthaschend, die gediegen präsentierten Kreationen betören durch phantasievolle, sehr stimmige Aromenkombinationen ohne Knalleffekte. Trotz moderner Interpretation und teilweise aufwändiger Präsentation, ist die Gastronomie für Feldmann kein Selbstdarstellungs-Trip. Man findet kein Stilmittel zum Selbstzweck und keine optischen Reize zu Lasten des Genusses. Alles wirkt wohl durchdacht und schmeckt wunderbar harmonisch.“ An der kulinarischen Spitze Bayerns steht für gusto nach wie vor alleine Heinz Winkler, der mit seiner Residenz in Aschau im Chiemgau als einziger die Höchstbewertung von 10 Pfannen erreichte. Die Kritiker loben: „Mit seinem klassisch-gediegenen Repertoire gehört Winkler auf den ersten Blick nicht zu den innovativen Chefs im Land. Gleichwohl ist seine verblüffend leichte, rundum makellose Küche nicht nur zeitlos, sondern in ihrer zurückgenommenen, wirklich nur das Wesentliche fokussierenden Art sogar richtungweisend. Die zweitbeste Bewertung konnten mit 9,5 Pfannen der Königshof sowie das Tantris in München erlangen. Beim Tantris, das schon im letzten Jahr von 10 auf 9,5 Pfannen zurückgestuft wurde, kritisieren die Tester auch heuer wieder die ständige Abwesenheit von Chefkoch Haas, der, so die Meinung von gusto, keinen adäquaten Stellvertreter hat, der ihn so zu vertreten vermag, dass es der kundige Gast nicht merkt. Außerdem wird wieder gemäkelt, dass im Speisenrepertoire des Tantris auch 2006 keine neuen Kreationen verzückten, weil die Küche wieder nur auf Altbewährtes zurückgriff. Für Martin Fauster fand gusto fast nur warme Worte, zum Beispiel: „Von Anfang an waren wir begeistert von Fausters formvollendeten Kreationen aus allerbesten Produkten und loben nun bereits im dritten Jahr in Folge dessen Kochkunst uneingeschränkt. Dass nicht jeder Feinschmecker von den Darbietungen des Österreichers in den höchsten Tönen schwärmt, liegt eher an dessen Stil als an dessen Können. Der 35-jährige kocht nämlich wie ein souveräner Altmeister und nicht wie ein ungestümer Aufsteiger.“ Mit 9 Pfannen werden drei Restaurants bedacht: Zum Alten Rentamt in Klingenberg am Main (Ingo Holland hat einen völlig unverwechselbaren Stil, der ihn zu einem ganz Großen seiner Zunft macht), Essigbrätlein in Nürnberg (Seit vielen Jahren ist die Gewürzküche von Andree Köthe und Ives Ollech ein zuverlässiger Garant für außergewöhnliche, aber stets geschmackssichere Gaumenfreuden) und das Restaurant Kastell auf der Burg Wernberg in Wernberg-Köblitz (Manche von Christian Jürgens Kreationen sind prägend und haben das Zeug zum echten Klassiker. Beste Edelprodukte, sehr filigranes Handwerk, ästhetische Präsentation und geschmackliche Harmonie zeichnen seine Küche aus). Mit 8,5 Pfannen bewertet und damit auch zu den Top 10 der bayrischen Spitzenrestaurants gehörend: Das Restaurant Bischoff am See in Tegernsee („Markus Bischoffs ästhetisch-filigrane Gerichte, die trotz Kreativität und moderner Stilmittel mehr denn je in zeitlos eleganter Form daherkommen, überzeugen durch perfekt herausgearbeitete Aromen und eine wunderbare Balance“), das Villino in Lindau („Reiner Fischers fantasievolle Küche ist zwar nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt, hält sich aber dennoch an ein eigenständiges, geradliniges Konzept“), die Dichterstub’n in Rottach Egern („Bei aller Experimentierfreude sind Michael Fells Gerichte stets geschmacks- und stilsicher. Er kocht jenseits gängiger Trends, aber immer zeitgemäß“) und das Restaurant Gut Apfelkam bei Rohrdorf („Stephan Brandl, unser Koch des Jahres, findet stets das richtige Maß zwischen zeitloser Klassik und modernen Einflüssen. Er begeistert durch die Ausgewogenheit seiner Arrangements, die weder zu schlicht noch überladen wirken“). Von 9 auf 8 Pfannen gefallen ist der Meister der französischen Klassik, Jean-Luc Garnier vom Restaurant Bründlhof in Wartenberg (Kreis Erding). „Vieles war die letzen Male irgendwie lustlos arrangiert und es fehlten die versteckten Raffinessen bei der Zubereitung, die wir von Monsieur Garnier kennen und die einen großen Koch ja auszeichnen“, so ein Teil der Begründung. Auf Anhieb konnte Neuzugang Denis Feix vom Il Giardino in Bad Griesbach überzeugen und mit 8 Pfannen punkten: „Sehr gute Produkte und sehr souveränes Handwerk, aber auch attraktive, bisweilen durchaus unkonventionelle Zusammenstellungen bieten selbst anspruchsvollen Feinschmeckern eine willkommene Alternative zum Land auf, Land ab all zu oft dargebotenen Gourmetallerlei“. Fabian Feldmann vom Restaurant Gastronomique in Heroldsberg bei Nürnberg wurde „Aufsteiger des Jahres“ und seine Kochkunst mit 8 Pfannen ausgezeichnet: „Wer knallige Effekte und scharfe Kontraste sucht, der wird vielleicht nicht ganz so laut applaudieren wie der Gourmet, dem es auf Authentizität und natürlichen, bestens herausgearbeiteten Wohlgeschmack sehr guter, nicht alltäglicher Produkte ankommt“, heißt es. Alle aktuellen Bewertungen im Überblick: Bei Veränderungen der Bewertung steht in Klammern die Vorjahreswertung 10 Pfannen: Heinz Winkler, Aschau 9,5 Pfannen:
Königshof, München
9 Pfannen:
Altes Rentamt, Klingenberg
8,5 Pfannen:
Villino, Lindau
8 Pfannen:
Alpenstube, Bayrischzell
7,5 Pfannen:
Abt- und Schäferstube, Amorbach
7 Pfannen:
Weinhaus Stern, Bürgstadt
6,5 Pfannen:
Panorama-Restaurant, Alzenau
6 Pfannen:
Haupt, Augsburg (6,5)
5,5 Pfannen:
Wintergarten, Ahorn
5 Pfannen:
Niebler, Adelsdorf
aufgeführte Restaurants ohne Auszeichnung (goldene Pfannen):
Zum Queri, Andechs (5)
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