GfK Kaufkraft für 41 europäische LänderDatum: 15. 11. 2008Gourmet Report Archiv
Die Europäer können im Jahr
Die meisten westeuropäischen Länder weisen geringe Kaufkraftzuwächse auf. Im Gegensatz dazu sind die Wachstumsraten zahlreicher zentral- und osteuropäischer Staaten beträchtlich. In Euro betrachtet macht sich jedoch ein schwaches Wachstum in den westeuropäischen Ländern deutlicher bemerkbar als ein starkes Wachstum in den Staaten, deren Volkswirtschaften schlechter entwickelt sind. Wächst die Kaufkraft in Norwegen beispielsweise um 7,5 Prozent, verfügt dort jeder Einwohner über 1.700 Euro mehr im Jahr. Ein Kaufkraftanstieg um 13 Prozent in der Ukraine, die auf dem vorletzten Platz im Ranking liegt, entspricht dagegen einem Plus von nur knapp 200 Euro. Insgesamt können die Ukrainer bei einer Kaufkraft von 1.688 Euro nur neun Prozent dessen ausgeben, was den deutschen Konsumenten zur Verfügung steht. Während im Westen Europas die kaufkraftstarken Gebiete meist Gemeinden in der Nähe der großen Ballungszentren sind, sind es in den osteuropäischen Ländern die Städte selbst. Aber auch innerhalb einzelner Länder fällt die Kaufkraft je nach Region höher oder niedriger aus. Die Top-20-Kreise der Ukraine (mit einem Kaufkraftindex von über 162 Punkten) sind ausnahmslos Städte, keine ländlichen Regionen. In Ungarn sind die regionalen Unterschiede ebenfalls beträchtlich. Die Bewohner der reichsten Gemeinde, die innerhalb der Hauptstadt Budapest liegt, können rund 8.988 Euro pro Jahr ausgeben. Dies entspricht etwa dem Niveau der ärmsten Gemeinden Deutschlands. In der kaufkraftschwächsten ungarischen Gemeinde haben die Verbraucher dagegen nur 2.086 Euro zur Verfügung. Zur Studie Die GfK Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro und als Index ausgewiesen. Die Kaufkraft bezieht sich auf die nominalen verfügbaren Einkommen, das heißt die Werte sind nicht inflationsbereinigt. Basis der Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute. Die Gesamtsumme der GfK Kaufkraft wird von der Bevölkerung sowohl für private Konsumausgaben, aber auch für monatliche Fixkosten wie Mieten, Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen sowie andere Ausgaben, beispielsweise Urlaub oder Verkehr, verwendet. Die Studie GfK Kaufkraft Europa wird jährlich flächendeckend für 41 europäische Länder berechnet, bis zur Ebene der Gemeinden und Postleitzahlen. Die Studie 2008/2009 ist seit November auf neuestem Datenund Gebietsstand verfügbar, inklusive Daten zu Einwohnern und Haushalten. GfK GeoMarketing bietet ebenfalls passende digitale Landkarten für ganz Europa an. Der Fokus der Studie „GfK Kaufkraft Europa“ ist, die Unterschiede zwischen „armen“ und „reichen“ Regionen in Europa vergleichbar und aktuell bereit zustellen. Die Jahresvergleiche sind nicht Bestandteil der Studie, sondern werden von den Experten von GfK GeoMarketing anhand der revidierten
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