Gault Millau Hamburg 2008Datum: 14. 11. 2007Gourmet Report Archiv
Küchenchef Andreas Aumer vom Restaurant "Seven Seas" ist für die französische Gourmet-Bibel Gault Millau der kulinarische Aufsteiger des Jahres in Hamburg. Er kochte sich in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2008 in die Phalanx der 5 besten Köche der Stadt und der 100 besten in der Bundesrepublik.
An Aumer, der das Toprestaurant in Karlheinz Hausers vielfältiger Süllberg-Gastronomie bekocht, loben die Tester den Mix aus "klassischer Nouvelle cuisine, hohem Wareneinsatz und Bereitschaft zum Experiment. Das Dreierlei vom Milchkalb (Involtini, Bries, Piccata) kam mit wenig mehr als einem zarten Kalbsfond und milden Zitronennudeln - eine optimale Betonung der Finesse des erstklassigen Fleischs." Auf 15 Punkte steigerte sich Erik Bormann von der "Osteria Due" in Pöseldorf. Er bietet neben ein paar Tagesempfehlungen auf der Kreidetafel "auf der Karte die absoluten Lieblingsgerichte der Gäste, von Kalbstafelspitz mit Salsa über vielfach imitierte Pasta mit Scampi und Chili bis zum konkurrenzlos preiswerten Saibling auf Rahmgurken-Spaghetti. Sonderwünsche werden mit gutgelaunter Zustimmung quittiert. Das eben ist der Stil dieses Restaurants: Hier wird nichts zelebriert, nichts künstlich aufgebrezelt. Hier passiert alles mit einer selbstbewussten Nonchalance, einer Selbstverständlichkeit, die nicht auftrumpfen muss, um sich zu beweisen. Stil, aber relaxt, könnte das Motto lauten." Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in Hamburg hält weiterhin Thomas Martin vom "Jacobs" an der Elbchaussee. Die Kritiker gaben "dem Meister der Gelassenheit" wieder 18 Punkte und schwärmen: "Er bietet Gerichte, deren Aromen lange nachhallen, beispielsweise bei dem in Milch pochierten Steinbutt mit Pommerysenf-Nussbutter, Blattspinat und Pellkartoffelsalat oder Bresse-Täubchen mit Sauce Rouennaise, Dattelpüree, Shii-Take-Pilzen, Arganöl und Couscous." Der Kochkönig der Hansestadt hat neben Aumer noch weitere hat 3 Kronprinzen, die ihre 17 Punkte aus dem Vorjahr verteidigten: - Wahabi Nouri kocht im "Piment" in Eppendorf "klassisch französisch mit marokkanischem Akzent und setzt beispielsweise eine mit grünem Pfeffer gefüllte Gänsestopfleber auf Topinambur-Carpaccio und gibt dazu Quittenmus mit gebackenen Pistazien und eine Hippe aus Ingwerkrokant". Eins auf die Kochmütze bekamen vier stadtbekannte Köche. Bei Jochen Kempf vom "Prinz Frederik Room" im Harvestehuder Nobelhotel "Abtei" war "die Sauce zum Entrecôte fester als die matschigen Kartoffel-Blini, der Käsegang , grobschlächtiger und die Weinbegleitung zum Menü lustlos", bei dem einst hoch dekorierten Fritz Schilling von der "Bank" in der City beklagen die Tester eine "uninspirierte Küche, die Konfektion kocht und sich nicht der Kunst von Schilling, sondern der Gewinnmaximierung verschrieben hat". Alfred Schreiber vom "Calla" im Hotel "Steigenberger", einem "ausgezeichneten Küchenchef und Pionier der Fusion-Küche", werfen die Kritiker "Formschwankungen vor, die offenbar niemand im Haus kümmern", und bei Anna Sgroi vom "Sgroi" in St. Georg reklamieren sie "mangelnde Fantasie bei den Fischgerichten, Geiz beim Wareneinsatz und knapp bemessene Portionen, namentlich bei der Pasta. Da zahlt man schon mal 19 Euro für 10 Maccaroni". Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 32 Restaurants in Hamburg. Bis auf Tim Mälzer vom "Weißen Haus" in Neumühlen, der nur 12 Punkte bekam ("weitgehend normiertes Essen aus achtbaren Zutaten zum fairen Preis"), zeichneten sie alle Küchenchefs mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Unter den neu eröffneten Restaurants schafften es die "K & K Kochbar" im Curiohaus in Harvestehude, das "Laurent" im früheren "Stocker" in Altona sowie das "Tarantella" in der Spielbank mit jeweils 14 Punkten. Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe servierte der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault Millau an Alster und Elbe 5 langweilig gewordenen Restaurants ab und nahm 5 neu auf, 3 wurden höher, 5 niedriger bewertet. Zudem testete der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (916 Seiten, 30 €) die Luxus-Kreuzfahrtschiffe "Seven Seas Voyager", deren Küche der Deutsche Tobias Schneider aus dem Harz leitet, und "MS Europa", die der Wohlfahrt-Schüler Stefan Wilke bekocht. Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 420 Hotels. Die besten Restaurants des Gault Millau in Hamburg 1. Jacobs im Hotel Louis C. Jacob (18 Punkte), *Aufsteiger **Absteiger
Weitere Reports über: andreas aumer, osteria due, tim mälzer, gault millau, christian rach, christoph rüffer, jochen kempf, anna sgroi, k & k kochbar, alfred schreiber, fritz schilling, wahabi nouri, thomas martin, erik bormann, restaurant seven seas, Bei google suchen: andreas aumer, osteria due, tim mälzer, gault millau, christian rach, christoph rüffer, jochen kempf, anna sgroi, k & k kochbar, alfred schreiber, fritz schilling, wahabi nouri, thomas martin, erik bormann, restaurant seven seas, |
Unser ServiceUnser Mietwagen Report - Billiger AutomietenZu Besuch bei Tim Mälzer: Im TV Studio Das richtige Schleifen der Küchenmesser (Video) StatistikenBenutzer : 7Beiträge : 1653 Weblinks : 3432 Seitenaufrufe : 5330001 seit: 01.01.2011 |




