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Bukarest - die unbekannte Schöne

BUKAREST ABC

Noch nicht? Sie haben da was verpasst! Die rumänische Hauptstadt ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Richtig schön ist die zwei Millionen Metropole nicht, der Charme ist oft leicht morbid. Man kann in der Innenstadt erkennen, wie schön Bukarest früher gewesen ist und wie schön es wieder werden wird. Besonders die großen Strassen der Innenstadt isind von der größenwahnsinnigen Architektur Ceaucescus zwangsdominiert. Nicht nur der Parlamentspalast, das zweitgrößte Gebäude der Welt nach dem Pentagon, stammt vom Conducator, sondern viele andere ähnlich gigantomanische Bauwerke wie das "Museum der Nation", immer noch eine Ruine oder das Gästehaus der Regierung, dessen mittleren Teil nun das Marriott mit über 400 Zimmern belegt.
Die alte Innenstadt Lipscani ist mittlerweile teilsaniert und wird zum touristischen Brennpunkt, besonders nachts. Man sieht super moderniesierte Gebäude neben Schlafstätten von Zigeuner. Viel Kontrast, wie überall in Bukarest. Auch die Geschäfte ändern sich. Derzeit dominieren Banken, Spielotheken, Sex-Shops und Patisserien. Patisserien sind so etwas wie Croissanterien bei uns, aber in der Regel mit besonders kleinem TK-Gebäck, was warm verkauft wird. Die Qualität ist niedrig. Besser richtiges Gebäck beim rumänischen Bäcker kaufen, der in der Regel handwerklich direkt vor Ort produziert.

 

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Anreise:
Bukarest wird unter anderem von den Billigfliegern Germanwings, WizzAir, SkyEurope und Clickair angeflogen. Daneben bieten bei ausreichend Vorbuchung auch die Linienflieger Lufthansa, Malev, Austrian, Air France, Czech Airlines, KLM und die rumänischen Tarom oft gute Preise. Bei Opodo  kann man gut die Preise vergleichen und häufig ist der Linienflieger billiger als der Billigflieger (LH Flug Berlin - Bukarest - Berlin, Mai 2010, 159 Euro incl. allem) . Der  provinzielle Flughafen Otopeni (OTO) ist der Flughafen für Linienflieger, Baneasa (BBU) für Billigflieger. Tipp: Am Flughafen stehen die regulären Taxen nicht vor dem Ausgang, da steht die Taxi-Mafia, sondern um die Ecke, wo die Linienbusse verkehren. Und natürlich die Schlepper ignorieren! Die Taxifahrt in die Innenstadt kostet ca. 15 Euro und dauert 30 bis 45 Minuten. Lesen Sie auch die Rubrik Taxi. Eventuell ein Taxi vorbuchen: FLY Taxi  004021 9440 ist das offiziele Taxi vom und zum Flughafen.

Architektur: Bucuresti, wie es die Einheimischen nennen, ist eine Fundgrube für Architekturliebhaber. Sehr viel Bauhaus, viel Jugendstil, aber  oft sehr verfallen. Vor WWII wurde Bucharest  nicht ohen Grund das Paris des Ostens genannt.

Bettler: Ethische Minderheiten betteln teilweise sehr aggressiv, ignorieren Sie diese einfach. Fangen Sie auch kein Gespräch an, Sie werden Ihr Gegenüber nicht mehr los. Oft sieht man auch alte Menschen, die schüchtern an einer Ecke stehen und den Hut aufhalten oder sogar noch nicht einmal einen Hut vor Scham benutzen. Geben Sie diesen Menschen etwas, sie erhalten nach einem arbeitsreichem Leben nur eine Minirente und müssen nun noch auf der Strasse stehen, um nicht zu verhungern. Anders als bei den ethnischen Minderheiten, die prinzipiell meinen, es wäre zu wenig, freut man sich hier über jede Münze, die diskret mit einem lieben Wort zugesteck wird.

Busse und Bahnen: Bukarest hat ein gut ausgebautes Netz von Bussen, Oberleitungsbussen (Trolle Buz), Straßenbahnen (Tranvai) und eine Metro mit vier Linien. Ein Ticket, muss vorher an einem Verkaufsstand der RATB gekauft werden - man erkennt die kleinen Kioske an den "Orange" Schildern, http://www.ratb.ro/. Die Metro gehört nicht zur RATB. Der öffentliche Nahverkehr ist oft hoffnungslos überlastet, d.h. die Busse sind besonders zu Spitzenzeiten überfüllt. In Bussen und Bahnen wird auch kräftig geklaut, besonders von ethnischen Minderheiten. Wenn irgendwo Krawall ist, halten Sie Ihre Wertsachen gut fest!

Cafes: Eine gute Latte Macchiatto oder einen Cappuccino erhalten Sie selten, gut ist sie im La Strada, der Terrasse vom Hilton (geschlossen, wird derzeit umgebaut). Allgemein ist der Kaffee in Rumänien nicht besonders lecker. Es ist jetzt aber auch anglo-amerik. Kaffeehauskultur mit Costa und Starbucks vertreten.
Ein Hit bei den Einheimischen ist das kleine Cafe in der Strada Ionescu, vom Blvd Magheru kommend Richtung Piata Lahovary auf der linken Seite direkt hinter dem rumänischen AutomobilClub. Alle Kuchen sind selbstgemacht und auch die Sahne! Ist einen Umweg wert. Kaffee ist nicht so lecker, lieber einen frisch gepressten Saft nehmen!

Clubs/Disco: Die Szene entwickelt sich irre schnell und was heute angesagt ist, gibt es morgen vielleicht nicht mehr. Zentrum des Clubbings ist Lipscani, das alte Viertel zwischen Hotel Intercontinental und Unirii Platz. Alle Clubs sind in der Regel ziemlich dunkel, total verraucht und sehr voll. Die älteste Disco ist ClubA, fast am Inerconti. Richtung Unirii auf der rechten Seite bei KENVELO reingehen. Beliebt sind auch das "41" (Aufreißladen in der 1. Etage, halbnackte Mädels tanzen im Fenster), Cafe Hazard, der Fire Club, Expirat/Other Site, Twice und der Control Club, alle in der Nähe des Interconti. Man geht ab 22 Uhr nach Lipscani und sitzt sitzt in einen der hundert Strassencafes draussen und beobachtet die vergnügungssüchtigen Massen. Trotz des hohen Alkoholkonsums sieht man kaum Schlägereien. Damen sollten sich keine Pfennigabsätze anziehen, die Wege in Lipscani sind teilweise übel.

Essen gehen: Die rumänische Küche ist durchaus eine schmackhafte Küche, die sich jedoch häufig durch zuviel Fett und immer riesige Portionen auszeichnet. Sie ist wenig elegant, aber es gibt Gerichte, die es bei uns nicht auf der Speisekarte gibt, z.B. sehr viel Innereien. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt ein Schweine- oder Rinderfilet (ca. 8-10 Euro in besseren rumänischen Restaurants).
Die Zutaten sind nicht mehr überall "Öko", Pestizide sind zwar teuer, aber die Agra-Mafia ist auch in Rumänien auf dem Vormarsch. Leider ist aber das sehr schmackhafte Gemüse fast immer komplett zerkocht. Für ein großes Menü reichen p.P. in der Regel 15 Euro inkl. Wein aus. Siehe auch Rubrik Restaurants.

Devisen: In Rumänien wird nur mit  neuen rumänischen Lei (RON) bezahlt. D.h., Sie müssen Geld wechseln und das am besten im Land und nicht in Deutschland, wo der Kurs mehr als hundsmiserabel ist. Wechselstuben (Casa de Schimb) sind überall an jeder Ecke, jedoch gibt es Unterschiede bis zu 15 %. Wechseln Sie auch nicht am Flughafen, hier sind die Kurse sehr schlecht! Die besten Kurse erhalten Sie in der Calea Mosilor, von der U-Bahn Station Obor stadteinwärts auf den ersten 200 Metern rechts und links. Aber auch hier lohnt der Vergleich. Gehen Sie in mehrere Wechselstuben und schauen sich den Kurs auf dem Kurszettel an. Achten Sie darauf, dass keine Provision verlangt wird (0 % Commision). Wenn Sie der Geldwechsler mit dem guten Kurs wegschickt, dann liegt es nicht an Ihrer Frisur, sondern, dass er keine Lei hat, also "temporär ausverkauft" ist. In der nächsten Stube probieren. Für das Geldwechseln benötigen Sie einen Personalausweis. Einfacher und günstiger ist es, wenn Sie sich Geld aus dem Automaten holen.

Einkaufen: Führend ist die Bucuresti Mall, ein westliches Shoppingcenter mit westlichen Preisen. Das zweitbeste Center ist Unirea am Unirii Platz. Im sehr verwinkelten Obor findet man viele Kopien bekannter Marken. Mittlerweile entstanden überall in Bukarest neue Malls. Es gibt wenig, was den Kauf lohnt.

Einreise: Für Deutsche reicht der Personalausweis, da Rumänien seit 2007 in der EU ist. Rumänien ist aber noch kein Schengen-Land, es gibt weiterhin Passkontrollen!

Englisch wird besonders von jungen Leuten viel gesprochen, häufig sogar exzellent. Ältere sprechen oft Französisch, Italienisch oder Spanisch.

Hunde: Hunde und Katzen sehen Sie überall. Die Hunde sind herrenlos, werden aber von den Einwohner der Umgebung gefüttert (und auch ggfs zum Tierarzt gebracht) und bewachen dafür die Umgebung. Speziell nachts können die Köter zu Fremden sehr aggressiv sein - es ist bereits vorgekommen, dass sie jemanden totbissen. Besser Abstand halten! Auf jeden Fall sind sie verlaust. Kinder bitte von großen Hunden fernhalten. Die Hunde können übrigens Strassen überqueren, nirgendwo sieht man einen Kadaver, die wissen alle, wie man es macht. An großen Kreuzungen warten sie an der Ampel und gehen mit Fußgängern über die Straße. Bürgermeister Otrescu lässt die Straßenhunde kastrieren und dann wieder frei.

Kino: Die Filme werden im Original mit rumänischen Untertiteln gebracht, wer also schon immer mal Sergej Eisenstein in russischer Sprache erleben wollte, kann das in einem Bukarester Programm Kino erledigen. Die Preise liegen je nach Kino zwischen einem und  sechs Euro. Das aktuelle Programm finden Sie in dem A5 Heft "SapteSeri", das überall gratis ausliegt.

Lärm: Lärm ist ein echtes Problem. Dem Bukarester scheint es nicht zu stören, aber überall ist es laut. Im  ehemals bestem Restaurant Balthazar ist es auch auf dem stillen Örtchen ohrenbetäubend, im Taxi, im Supermarkt, im Shopping Center, in den Parks, in Wohnungen auf der Strasse. Lärm ist immer und immer viel zu viel.

Links: Unser Freund Cosmin Suciu hat sich die Mühe gemacht und empfehlenswerte Rumänienlinks gesammelt

Museum: Das Peasant-Museum ist sehenswert! Weitere Museen werden in "Bucharest in your pocket" beschrieben. (Am Kiosk erhältlich für ca. 12 RON ( 3 Euro, Stand 5/2010)

Oper: Die Oper hat einen ausgezeichneten Ruf und die Preise sind günstig: www.operanb.ro

Online: In jeder Unterkunft gibts es Möglichkeiten, sowie in einigen Cafes ("Wifi")

Märkte: Sehenswert sind die rumänische Märkte. Auf Ihnen bietet der Bauer aus der Provinz seine Ernte an. Das Angebot ist jahreszeitenabhängiger als bei uns. Vieles ist noch öko, da Pestizide teuer sind. Unbedingt alles Wertvolle gut festhalten. Selbst kampferprobte Rumänen sind äußerst umsichtig, um sich nicht bestehlen zu lassen. Taschendiebstahl ist sehr beliebt auf den vollen und engen Märkten. Uns gefiel am besten der Markt in Sektor 6, man fährt ca. 20 Minuten (7 Euro) mit dem Taxi von der City. Dem Taxifaher sagen: "Piazza Moggiorosch" (Piata Moghioros). Wer die Zeit nicht investieren mag, geht nach Bucur Obor. Hinter dem "Shopping Center" ist ebenfalls ein großer, sehenswerter Markt.

Raucher: Wenn Sie rauchen, willkommen im Paradies! In Bukarest wird überall geraucht. Hemmungslos. Im Taxi raucht der Chauffeur, im Restaurant am fast jedem Tisch. Nur wenige Restaurants in den großen Kettenhotels sidn Nichtraucherrestaurants. In den Clubs wird generell geraucht. Rauchen gehört durchaus zum guten Ton und Sie werden hier nicht stigmatisiert.

Restaurants: Vorab - Bukarest ist keine Feinschmeckermetropole. Erwarten Sie nicht zuviel! Wir geben Ihnen hier eine Auswahl einiger, von uns getesteter Restaurants.

    Unsere persönliche Hitliste: 1.di Dani, 2. Balthazar, 3. Casa Vernescu

  • Van Gogh Grand Cafe. Internationale Küche. Man isst, um sich zu ernähren. Akzeptabel.
  • Balthasar: Fusionküche auf gutem Niveau. Früher das leckerste, was wir in Bukarest finden konnten. Für deutsche Verhältnisse noch preiswert., für Rumänen sehr teuer. Nicht immer schneller Service der Küche, die nur männlichen und offenbar nicht ausgebildeten Kellner sind stets bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Schlechte, offene Weinauswahl, leider ohrenbetäubende Musik. Das Haus - mit Garten - wurde behutsam von einem Innenarchitekten saniert .Von der Küche her ok, Rest stimmt nicht. Hübscher Garten, schöne Location. Raucher Restaurant. Ehemals Meeting Point der Wichtigen in Bukarest., jetzt etwa sauf dem absteigendem Ast, aber von der Küche immer noch akzeptabel.  Der rumänische Küchenchef hat lange in Frankreich gearbeitet. Dumbrava Rosie 2, 021 212 14 60 - www.balthazar.ro.
  • Banat: Im Hotel Banat, nähe Universitate. Akzeptable rumänische Küche.
  • Burebista Mosilor: Nicht hübsch, aber anständig zubereitete rumänische Gerichte. Riesenportionen!
  • Caru cu bere (Bierkutsche) in Lipscani. Ein riesiger Palast wundervoll saniert. Immer sehr gut besucht. Touristisches Pflichtprogramm, aber mit sehr ordentlicher Küchenleistung. Das rumänische Nationalgericht "mic" (eine Art leckerer Cevapcici) schmeckt sensationell und auch die Clatite (Eierkuchen) ist lecker. Sehr gutes, herbes Bier nach Hausrezept. Sehr preiswert. Laut. Sehenswert! www.carucubere.ro 
  • Casa Vernescu: Der israelische Küchenchef Hadad kocht anständig und seit 10  Jahren beständig. Internationale und rumänische Karte. Alles lecker und auf gutem Niveau, wenn auch nicht spektakulär. Im gleichen, spektakulären  Haus ein Spielkasino (Casino Palace).Teuer für Bukarest. Calea Victoriei, www.casavernescu.ro
  • China Restaurants: Nicht hingehen! Fettig, nicht lecker, nicht authentisch. Schlimm! Gilt auch für den Vietnamesen "Thang Long" und für das Thai Restaurant "Jasmine".
  • Esperanto ist der neue Stern am Bukarester Küchenhimmel. Unbedingt reservieren. Im Prinzip der Nachfolger des Balthazars, siehe oben. Derzeit die beste Küche und sogar etwas preiswerter als das Baltahzar! Str. Eremia Grigorescu 17, Tel.: 0040 21 211 36 46. DAS ESPEARNTO HAT BEREITS WIEDER ZU, DA DANI soll jetzt die Nummer 1 sein!
  • Hanul Hanitei: Ganz kleines Restaurant in der Altstadt, korrekt zubereitete rumänische Gerichte.
  • Hanul lui Manoc: Eines der ältesten Gebäude in Bukarest, sehenswert, aber zum Essen unbedingt woanders hingehen.
  • LaMama: Simple rumänische Küche zu günstigen Preis. Treffpunkt von jedermann. 6x in der Stadt. www.lamama.ro Nach der engl. Speisekarte fragen. Empfehlung: Sarmale
  • La Provence. Französisches Restaurant mit den besten Kellnern in Bukarest. Professioneller, liebenswürdiger Service. Essen ist gut und lecker und die Portionen sind groß. Für Bukarest teuer, für uns günstig. Vorab auf Terrasse reservieren, in der Saison Mückenspray nicht vergessen! Dezente Musik, was sehr selten in Bukarest ist.
  • La Strada - Terrasse im Hilton. Man sitzt nett, das Personal ist freundlich, das Essen ist gut, aber relativ teuer. Zu teuer für die Qualität.  Der Kaffee ist Klasse!WEGEN UMBAU GESCHLOSSEN
  • J.W. Marriott Pizzeria Cucina. Leckere Pizza und Pasta, die anderen Gerichte lieber meiden. Sehr tagesformabhängig. Kaffee ist okay.
  • Die Brasserie im Hotel Intercontinental, seit dem es den neuen deutschen Direktor gibt, sehr empfehlenswert. Gut gemachte rumänische Spezialitäten, italienisch vom Küchenchef Andrea Aiudi und Internationales. Morgens bis 11 Uhr Frühstück.
  • Pizza Hut. Sehr billig in jeder Beziehung.
  • Ruby Tuesday: Amerikanische Kette. Nicht teuer, aber nicht lecker. Selbst das Salatbuffet ist fad. Besser meiden.
  • Pullman, ehemals Sofitel: Nichts mit französischen chic. Schlecht ausgebildete Kellner, schmutziges Besteck, Köche ohne Ahnung, die Entenbrust wurde durchgebraten bis zum Exzess, Brot wird mit über 2 Euro berechnet, 16 x soviel wie woanders. Peinliche Visitenkarte Frankreichs in Bukarest. Und wir waren am 4.Juli da!
  • Weitere seriöse Restaurants und die Adressen zu obigen Restaurants findet man in dem Heft "Bucharest in your pocket", das zweimonatlich für ca. 4 Euro in Hotels oder guten Zeitschriftenständen erhältlich ist. Die Restaurantbesprechungen sind etwas anzeigenlastig, ansonsten aber akzeptabel.

    Die Küchenszene ist recht lebendig und ständig kommt etwas Neues, auch wenn insgesamt noch sehr viel Nachholbedarf besteht. Offene Weine sind häufig nicht besonders gut, das Bier dagegen ist günstig, der halbe Liter ab 2 Euro und steht unseren Bieren meist in nichts nach. Wer lecker essen gehen will, sollte ins Balthazar (Menü ca. 60 Euro inkl. Wein für zwei) oder ins Esperanto gehen. Wir würden 13-14 Gault Millau Punkte vergeben, das zweitbeste ist das La Provence mit 12-13 Punkten. Als Alternative können wir noch die Gastronomie des Hiltons empfehlen. Der englische Küchenchef Martin White hat seine 42 Köche gut im Griff, der Service ist freundlich, wenn auch nicht immer der professionellste, aber das Essen gut, wenn auch etwas teurer als im Balthazar. 75% der Posten in der Küche sind bei dem 46jährigen Southhamptoner mit Frauen besetzt. Übrigens, wer Chef Martin was Gutes tun will, bringt ihm eine "Times" mit, die vermisst er am meisten in Rumänien.

Service: Service ist ein Problem. Normalerweise gibt es keinen. Und die Rumänen schauen und handeln oft, als ob sie einen gleich umbringen wollen. Das ist aber gar nicht so. Schon ein Lächeln und die Situation ist entspannt. Rumänen sind eigentlich ausgesprochen liebenswürdig, wenn sie einen erst einmal kennen gelernt haben und geben gerne. Aber vorher... Zeit ist in Rumänien auch ein relativer Begriff. Der Service ist in den letzten Jahren immer besser geworden, aber still room for improvement.

Sicherheit: Bukarest ist eine sichere Stadt, solange man seinen gesunden Menschenverstand benutzt.

Snacks: Führend ist Soarma (Sharwarma). Kostet 2- 3 Euro und ist nicht immer superlecker. Den besten gibt es hinter dem Dynamo Stadion in der Calea Floreasca 13. Lecker sind auch die hausgemachten Brezeln nach Brasover Art, die es überall frisch gibt. Nachts ist das Snack Angebot sehr klein und selbst in HotSpots gibt es wenig Auswahl. Also lieber vorher gut essen.

Sprache: Rumänisch ist eine lateinische Sprache, vielleicht dem katalanischen am verwandtesten. Es wird  viel Englisch gesprochen, jedoch sind die meisten Rumänen zuerst sehr schüchtern, lernen Sie ein paar Brocken rumänisch, dann wird kauderwelsch gesprochen. Ältere Rumänen sprechen oft vorzüglich französisch.

Statistik: Das Mindesteinkommen sind 98 Euro, das durchschnittliche netto Einkommen liegt bei 270 Euro, die Inflation betrug in 2007 knapp 7% mit fallender Tendenz. Noch 1993 hatte Rumänien fast 300 % Inflation. Der durchschnittliche Fernsehkonsum beträgt in Rumänien 4,5 Stunden, in Bukarest sogar 5,5 und auf dem Land 3,5 Stunden pro Tag. In Bukarest wird besser als im Landesdurchschnitt verdient.

Straßenkinder: Straßenkinder sehen Sie nur noch selten in Bukarest. Verschiedene - auch internationale - Hilfsorganisationen kümmern sich um diese Kinder, mit fast keinem Erfolg. Die Kinder scheinen kaum resozialisierbar zu sein. Die Angebote werden nicht angenommen. Leider. Fast alle der Kinder schnüffeln Aurolac, ein billiges Lösungsmittel, und sind davon abhängig. Bitte geben Sie den Kindern kein Geld, sondern kaufen Sie ihnen lieber ein Brot oder ein Stück Kuchen oder eine Flasche Wasser (obwohl das Leitungswasser in Bukarest als gut und unbedenklich gilt).

Straßenverkehr: Die hiesige StVO gilt nur dann, wenn ein Polizist in der Nähe ist. Ansonsten gibt es keine Regeln! In der Einbahnstrasse, an der ich wohne, fahren mehr Autos in die falsche Richtung als in die erlaubte. Trotzdem sieht man tagsüber fast nie Unfälle. Nachts soll es jedoch wegen überhöhter Geschwindigkeiten recht gefährlich sein. Auf Zebrastreifen und auch bei Ampeln Sichtkontakt mit  den Autofahrern herstellen! Diese werden oft missachtet. bei Überfahren einer roten Ampel nimmt die Polizei Ihnen den Führerschein weg, auch den Deutschen.

Taxi: Die Preise für Taxifahrten sind fast ein Witz, nie teurer als 5 Euro in der Innenstadt. Es gibt verschiedene Taxifirmen, die unterschiedlich abrechnen. An der Tür stehen die Kosten pro km. - bei seriösen Firmen. Allgemein muss man aufpassen, nicht betrogen zu werden. Man sollte nur Firmentaxen nehmen, also solche, wo groß ein Firmennamen draufsteht,  die einen guten Ruf haben wie z.B Cristaxi (Telefon 9461), Cobalcescu 9541, National 9484, Meridian 9444, Mondial 9423, Confort 9455, Occident 9413, Speed, 9477 Prof 9422. - bei allen Vorwahl Bukarest 021. Mittlerweile kleben sich unabhängige Fahrer auch Namen aufs Taxi. Taxis, die keine Firmentaxis sind, rauben einen unter Umständen aus. Nicht einsteigen! Wegschicken! Wobei auch einige Company Taxifahrer oft mal einen Schwenk fahren. Wenn Sie sich unsicher sind, anhalten lassen und ein anderes Taxi nehmen. Rumänische Taxifahrer bestimmen selber gerne ihr Trinkgeld und runden auf, wenn Sie nicht passend geben. Wenn Sie das nervt, halten Sie ausreichend Kleingeld parat und zahlen, was auf dem Taximeter steht. Leider haben Taxifahrer selten Manieren, "Bitte rauchen Sie nicht" heißt "warogg, no fumazii!" und "Bitte stellen Sie das Radio leiser" heißt " Warogg, ünkiedetzi Radio!" Die Bitte, nicht am Steuer zu telefonieren, können Sie sich sparen, das wird nicht ernst genommen. Ach so, oft kennen die Taxifahrer auch die Straßen nicht. Wenn Sie irgendwohin wollen, lassen Sie sich von dort erklären, was Sie dem Taxifahrer sagen sollen, z.B. "Haus ist rechts neben der dänischen Botschaft". Taxis, die vor guten Hotels stehen, sind deutlich teurer und haben oft keine gute Reputation.
Wie gesagt, achten Sie darauf, das ein Preis an der Tür steht, maximal sollten es 2 RON pro km sein. Und eine der großen oben genannten Firmen mit Nummer sollte darauf stehen. Einige große Firmen habe ich nicht mitaufgeführt, weil die Fahrer im Verdacht stehen, das Taxameter manipuliert zu haben. Im Konfliktfall immer gleich im Wagen androhen, die Zentrale anzurufen.

Telefon: Kaufen Sie sich eine prepaid SIM Karte. Diese gibt es überall in GSM Geschäften oder auch an Automaten. Ich empfehle Cosmote, alle Gespräche innerhalb Rumäniens für 16 cents/Minute. Die Karte kostet ca. 6 Euro und hat 5 Euro Guthaben.

Tips: Werden überall gerne gesehen, sollten aber schon nach Leistung gestaffelt sein. Die Regeln sind mehr oder weniger wie in Deutschland. Bei Kreditkartenzahlung bitte nicht den Tip auf die Kreditkarte schreiben, kassiert sonst der Boss, sondern bar dem Kellner geben.

Underground: Octo Octavian, ein rumänischer Intellektueller,  betreibt eine Villa als Galerie, Restaurant, Club und Eventlocation. Mittwoch & Donnerstags ist Suppentag. Octo kocht dann Suppe. Sehr guter Champagner! Nachts spielen verschiedene DJ in den Katakomben. Am Wochenende ist die Location oft für Parties oder Hochzeiten vermietet. Octos Galierie ist sehr preiswert für rumänische Gegenwartskunst, speziell Malerei. Das unscheinbare Haus liegt in der Strada Staicovici 26, einer Wohngegend hinter dem Marriott, bzw. der Casa Poporului. Octo studierte in Deutschland und lebte in Berlin und München, spricht also perfekt Deutsch.

Wohnen: Hotels sind in Bukarest nicht gerade preiswert, normal sind das J.W. Marriott und Hilton, in der Innenstadt ist das Intercontinental  seit dem neuen Direktor, der vom Interconti Berlin kam, nun sehr zu empfehlen - besonders die Club Etage, das Crown Plaza und Pullman liegen etwas abseits. Im Viersterne Bereich gefiel uns das Parliament Hotel mit Blick auf Ceaucescus Palast, ein Möchtegern Designer Hotel in türkischen Besitz. Eine Minisuite kostet ab 89 Euro inkl. Frühstück, ein Doppelzimmer auch. Neu ist das Hotel Majestic, wobei die Zimmereinrichtung nicht überzeugt. Modern und neu ist das kleine, sehr persönlich geführte Hemingway Residence Hotel, dass eher ein Apartmenthotel ist, Minimum 2 Zimmer mit vollausgestatter Küche (Kochmesser selber mitbringen!) Man spricht auch Deutsch. Nähe Universitate. Hier finden Sie einen guten Hotelpreisvergleich.

Zeitungen & Zeitschriften: Die englischprachige Tageszeitung "9 o'clock" ist nicht überall erhältlich, ebenso der Führer "Bucharest in your Pocket", der alle zwei Monate erscheinende und von uns empfohlene Guide, der oft sehr freundlich mit seinen Inserenten umgeht. SapteSeri und B24 Fun sind die Veranstaltungshefte für eine Woche, überall gratis. Speziell ist das "expat magazine", aber sehr unterhaltend! Englischsprachige Wirtschaftsmagazine, die kostenlos auslegen, haben oft auch Restauranttipps, ebenso die Wochenendausgabe der 9 o'clock.

Quelle: gourmet-report.de

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Weitere Links

Air Berlin Business  - Airline-Test - Heiße Stein - Berliner Köche

Bukarest - Ralf Zacherl - witzigmann.at - Incentives - Four Seasons

Apfelessig - Berliner Hotels - Flugpassagiere - Tele 5 Traveler - Feinschmecker

Fettkunde - Singapurer Luxus - Beste Weine - Beste Airlines - Budapest CityCheck

 


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Kommentare  

 
+4 # dorina palcu 2011-06-07 10:44
Hallo,
köstlich, dieser private Reiseführer durch Bukarest und realitätsnah.Hat sehr viel Spaß gemacht, ihn zu lesen. Nehme ihn mir zu Herzen, da ich im Sommer nach langer Zeit wieder nach Rumänien fahren werde.Werde mich mal zurückmelden mit einem Erfahrungsberic ht zu ihren Angaben. Bin gespannt....Servus Dorina
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